Dreschgenossenschaft Richigen, AfA351
Organisationsgeschichte, histoire de l'organisation
Wie in vielen anderen Dörfern im Ackerbaugebiet entstand auch im bernischen Richigen in der Zwischenkriegszeit eine Dreschgenossenschaft, um das seit der zweiten Hälfte des Ersten Weltkriegs wieder vermehrt angebaute Brotgetreide vor Ort dreschen zu können. Gegründet wurde die Dreschgenossenschaft Richigen 1918. Mit Hilfe privater Darlehen erwarb sie sowohl eine mit elektrischer Energie angetriebene Dreschmaschine als auch eine Strohpresse. Den GenossenschafterInnen wurden die Dienstleistungen nach verbrauchten Kilowattstunden zu einem im Voraus von der Generalversammlung festgelegten Tarif berechnet. Nichtmitglieder, die ihr Getreide ebenfalls durch die Genossenschaft dreschen liessen, mussten einen höheren Kilowattstundenpreis bezahlen. Mit diesen Einnahmen wurden vor allem die zum Unterhalt der Dreschmaschine notwendigen Investitionen bezahlt. Mit dem Aufkommen der selbstfahrenden Mähdrescher in den 1960er Jahren ging die Benutzung der Dreschmaschine stark zurück. Deshalb verkaufte die 1966 noch aus drei Mitgliedern bestehende Genossenschaft ihre Dreschmaschine und löste sich auf.
Autor: Peter Moser
Namen der Organisation, noms de l'organisation
Dreschgenossenschaft Richigen
Archivbestand, fonds d'archives
Die Archivalien wurden vom Archiv für Agrargeschichte (AfA) erschlossen. Weitere Informationen sowie das Findmittel sind auf dem AfA Online-Portal Quellen zur Agrargeschichte zu finden. https://histoirerurale.ch/redirect/getURL.php?id=158
Website der Organisation, site internet de l'organisation
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Index der Funktionen, Index des fonctions
Kassiere (1920-1966)
