Harand, Irene (1900-1975)--DB12827

Harand, Irene (1900-1975)--DB12827

Person

Lebensdaten

07.09.1900-02.02.1975

Mädchenname, Herkunftsort bzw. Heimatort

Irene Leopoldine Wedl; Wien

Zivilstand, Konfession, Nachkommen

Verheiratet; Katholisch; Kinderlos

Soziale Herkunft, verwandtschaftliche Beziehungen

Ausbildung, berufliche Tätigkeit und Funktionen in der Öffentlichkeit

Ausbildung

Berufsausübung

Verband der Kleinrentner und Sparer Österreichs: Mitarbeiterin

Funktionen in landwirtschaftlichen Institutionen

Funktionen in anderen Institutionen

Weltbewegung gegen Rassenhass und Menschennot (Harand-Bewegung): Mitgründerin 1933

Funktionen in der Politik

Österreichische Volkspartei: Mitgründerin 1930; Women's Oragnaisation for World Order (WOWO): Mitinitiantin

Biographische Skizze

Irene Harand gehörte in den 1930er Jahren als überzeugte Katholikin zu den engagiertesten Gegnerinnen des Nationalsozialismus. Ab 1934 war sie zusammen mit Askanasy-Mahler, Anna Helene (1893-1970)--DB9326 im Wiener Call Club und in der Women's Organisation for World Order (WOWO), AfA2593 tätig. Im Sommer 1938 erzwang Irne Harand als 'Delegierte' der WOWO Zugang zur Flüchtlingskonferenz in Evian, wo sie eine Protestresolution der WOWO gegen die Untätigkeit der Regierungen in der Flüchtlingsfrage verlas. Lange spach sie sich gegen den Zionismus aus, änderte ihre Meinung jedoch nach den Erfahrungen, die sie an der Konferenz in Evian machte. Gleichzeitig war Harand überzeugt, dass die jüdische Auswanderung nach Palästina zu einem Krieg mit der dortigen Bevölkerung führen musste. Nach dem Anschluss 1938 musste Harand, wie Askanasy-Mahler,nach Nordamerika emigrieren.

Autor: Peter Moser

Quellen und Literatur

Eigene Publikationen

  • Sein Kampf - Antwort an Hitler, Wien 1935

Quellen

Schlagworte

AutricheUSA

Harand, Irene (1900-1975)--DB12827

Peter Moser, Harand, Irene (1900-1975)--DB12827 .