Schweizerischer Geflügelzuchtverband, AfA412

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Schweizerischer Geflügelzuchtverband, AfA412

Organisationsgeschichte, histoire de l'organisation

Der Schweizerische Geflügelzuchtverband wurde 1892 gegründet. Als Mitglieder gehörten ihm vor allem Züchter an, die die Geflügelhaltung als Nebenerwerb oder als Hobby resp. Sport betrieben. Mit dem parallel zum steigenden Konsum von Eiern erfolgten Ausbau der Geflügelhaltung nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte auch eine Ausdifferenzierung der Anliegen der Hobby- und Sportzüchter auf der einen, und der Nutzgeflügelzüchter auf der anderen Seite. Zwar gab es noch keine scharfe Trennlinie zwischen den beiden Lagern, aber der SGV vertrat zunehmend die Anliegen derjenigen Geflügelhalter, für die die Hühner eine wichtige Erwerbsquelle darstellten. In den frühen 1930er Jahren hat sich der Geflügelzüchterverein in Geflügelzuchtverband umbenannt und trat dem Schweizerischer Landwirtschaftlicher Verein (SLV), AfA315 als Mitglied bei. Die Rassegeflügelzüchter hingegen organisierten sich als Sektion innerhalb der Kleintiere Schweiz, AfA236. Anders als in den meisten anderen landwirtschaftlichen Organisationen, in denen Agronomen eine zentrale Rolle spielten, nahmen im SGV vor allem Primarlehrer, die selber Geflügel hielten, eine führende Stellung ein. Besonders wichtig wurde der SGV in der Mitte der 1930er Jahre, war er doch federführend bei der 1935 erfolgten Etablierung der Schweizerischen Geflügelzuchtschule Aviforum, AfA87 in Zollikofen und, 1938/39, der Schweizerische Geflügelzeitung, AfA2193. Eine wichtige Rolle spielte der SGV auch im Zusammenhang mit der Vermarktung der Eier. Hier arbeitete er eng mit den regionalen SEG-Genossenschaften und der Schweizerische Eierverwertungsgenossenschaft (SEG) Schweiz, AfA98 zusammen. Die SEG-Genossenschaften sammelten die Eier, die die bäuerlichen Hühnerhalterinnen bei den lokalen Sammelstellen deponierten, ein und vermittelten sie an den Detailhandel und die Gastronomie. In der Nachkriegszeit verlor der SGV, der Mitherausgeber der Geflügelzeitung blieb, einen grossen Teil seiner bisherigen Bedeutung. Auf der einen Seite engagierten sich nun auch die Kantone in der Ausbildung der Geflügelfachleute und unterstützten die Geflügelzuchtschule, die ab 1962 von einer Stiftung getragen und kontrolliert wurde. Auf der anderen Seite konzentrierten sich viele bäuerliche Geflügelhalter zunehmend auf die von den Konsumenten bevorzugte Produktion von Poulets. Als Vertragspartner der Migros waren die Pouletmäster individuell an ihre Zulieferer und Abnehmer gebunden. Und für diejenigen bäuerlichen Geflügelhalter, die sich auf die Eierproduktion spezialisierten, wurde immer mehr der Verband Schweizerischer Geflügelhalter (VSGH), AfA421 zum Ansprechpartner. Aufgelöst wurde der SGV 1990, als sich die im Dachverband Kleintiere Schweiz, AfA236 zusammengeschlossenen Rassegeflügelzüchter und der SGV zum Schweizerischen Rassengeflügelzuchtverband (SRGV) zusammenschlossen.

Autor: Peter Moser

Archivbestand, fonds d'archives

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Website der Organisation, site internet de l'organisation

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Index der Funktionen, Index des fonctions

Präsidenten (1932-1990)

Geschäftsführer (1934-1990)


Zitiervorschlag - Proposition de citation - Suggested citation

Deutsch: Peter Moser, Schweizerischer Geflügelzuchtverband, AfA412, AfA-Portal Personen und Institutionen, Version vom September 2022, konsultiert am .

Français: Peter Moser, Schweizerischer Geflügelzuchtverband, AfA412, Portail AHR Personnes et institutions, version de septembre 2022, consulté le .

English: Peter Moser, Schweizerischer Geflügelzuchtverband, AfA412, Portal ARH People and institutions, September 2022 version, consulted on .

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