Schweizer Obstverband (SOV), AfA235

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Schweizer Obstverband (SOV), AfA235

Organisationsgeschichte, histoire de l'organisation

Am Ende des 19. Jahrhunderts kamen im Obstbau engagierte Exponenten zum Schluss, dass der Obstbau, namentlich die Praxis der Züchtung der Obstbäume, im 1864 gegründeten Schweizerischer Obst- und Weinbauverein, AfA240 zu wenig Aufmerksamkeit erhielt. Deshalb gründeten Bärtschi, Johann (1860-1906)--DB217 und Drack, Eduard (1861-1920)--DB852 1899 den Schweizerischer Obstbauverein, AfA433, der mit dem 'Schweizerischen Obstbauer' eine reich illustrierte Zeitschrift herausgab. Gut ein Jahrzehnt später begannen sich auch die Obstverwerter verbandspolitisch zu organisieren. 1911 schlossen sich Firmen aus dem Bereich des Obsthandels im Verband Schweizerischer Obsthandelsfirmen zusammen, der 1914 in Verband Schweizerischer Obsthandels- und Obstverwertungsfirmen und 1927 in Schweizerischer Obstverband umbenannt wurde. Angesiedelt wurde der Verband am Arbeitsort des langjährigen Direktors und zugleich ersten Präsidenten Stutz, Josef (1877-1948)--DB3526, der hauptberuflich bis 1917 als Lehrer an der landwirtschaftlichen Fachschule in Sursee und ab 1917 als Leiter der Landwirtschaftlichen Winterschule in Zug wirkte. Die Doppelfunktion von Präsident und Geschäftsführer wurde gewählt, weil der für die Geschäftsführerstelle vorgesehene Zschokke, Theodor (1868-1951)--DB3940 das Amt wegen seiner Funktion als Leiter des Obstbaus an der Eidgenössischen Versuchsanstalt Wädenswil nicht übernehmen konnte. Wegen der grossen Vielfalt an Berufsgruppen, die im Obstbau tätig waren (Baumwärter, Obst- und Beerenproduzenten, Obsthändler sowie Obstverwerter wie Moster, Dörrer und Brenner) und der über die ganze Schweiz verstreuten Anbaugebiete wurde der SOV territorial in Kreise und inhaltlich in Fachgruppen unterteilt. Als Mitte der 1930er Jahre auch noch die Importeure von Obst dem SOV beitraten, waren alle Interessengruppierungen innerhalb der Obstbranche vertreten – der SOV war nun eine private Branchenorganisation. Mit der Zeitschrift 'Der Schweizer Früchtemarkt' (heute: Schweizer Obst) erhielt der SOV 1934 auch ein eigenes Publikationsorgan. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Verband sowohl in der Ausbildung der Obstfachleute als auch in der Werbung und im Anbau von Obst – wo nun ein Übergang vom Hochstamm- zum Niederstammobstbau stattfand – eine wichtige Rolle. Ende der 1990er Jahre passte auch der SOV seine Strukturen an die durch die Agrarreformen geschaffenen neuen Rahmenbedingungen an. Die Entflechtung der Interessengruppierungen innerhalb des Branchenverbandes (Handel, Verarbeitung, Produktion) führte dazu, dass 1999 die Lagerhalter, Gross- und Detailhändler sowie die Importeure und Exporteure von Obst aus dem SOV austraten und zusammen mit Partnern aus dem Kartoffel- und Gemüsesektor den Handelsverband Swisscofel, AfA2085 gründeten. 2010 wurde der Schweizerische Obstverband in Schweizer Obstverband umbenannt.

Autor: Peter Moser

Archivbestand, fonds d'archives

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Website der Organisation, site internet de l'organisation

Weiterleitung, redirection: https://histoirerurale.ch/redirect/getURL.php?id=213

Index der Funktionen, Index des fonctions

Präsidenten (1911-)

Geschäftsführer (1911-)


Zitiervorschlag - Proposition de citation - Suggested citation

Deutsch: Peter Moser, Schweizer Obstverband (SOV), AfA235, AfA-Portal Personen und Institutionen, Version vom März 2022, konsultiert am .

Français: Peter Moser, Schweizer Obstverband (SOV), AfA235, Portail AHR Personnes et institutions, version de mars 2022, consulté le .

English: Peter Moser, Schweizer Obstverband (SOV), AfA235, Portal ARH People and institutions, March 2022 version, consulted on .

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