Bernische Saatzuchtgenossenschaft (BSG), AfA303

Bernische Saatzuchtgenossenschaft (BSG), AfA303

Organisationsgeschichte, histoire de l'organisation

Die Bernische Saatzuchtgenossenschaft (BSG) wurde 1916 auf Anregung der Versuchsanstalt Zürich-Oerlikon als eine der ersten regionalen Saatzuchtgenossenschaften gegründet. Die anfänglich 33 Mitglieder der BSG stammten aus allen deutschsprachigen Teilen des Kantons mit Ausnahme des engeren Oberlandes. Mitglied der BSG wurden aber auch die Oekonomische und Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern (OGG), AfA129 und der bernische Genossenschaftsverband (VLG) (später: Verband Landwirtschaftlicher Genossenschaften von Bern und benachbarter Kantone (VLG), AfA256). Als Vereinsorgan der BSG diente der Schweizer Bauer, AfA2149.

Einen ersten grossen Aufschwung erlebte die BSG 1929, als der Bund feldbesichtigtes Saatgetreide verbilligte. Auch viele Saatzüchter, die ihr Getreide bisher nicht von den Forschungsanstalten kontrollieren liessen, sondern eigenständig auf den Samenmärkten zum Verkauf anboten, traten nun der BSG bei und liessen ihr Saatgut auf dem Feld von staatlich anerkannten Experten beurteilen. Ab 1930 schlossen sich die Einzelmitglieder der BSG auch in lokalen Saatzüchtervereinigungen zusammen. Die Saatzüchter des Oberemmentals hingegen gründeten 1929 gegen den anfänglichen Widerstand der BSG die regionale Saatzuchtgenossenschaft Oberemmental (SOE), AfA301, die fortan in Emmenmatt eine eigene Geschäftsstelle unterhielt und der BSG als Sektion beitrat. Eine ähnliche Entwicklung führte 1948 zur Gründung der Sektion Berner Oberland, der vor allem Züchter aus dem Amt Thun angehörten.

1996 wurde die Bernische Saatzuchtgenossenschaft in Bernische Saatgutgenossenschaft (BSG) umbenannt. Im selben Jahr trat sie - wie die Saatzuchtgenossenschaft Solothurn, AfA304, die Saatzuchtgenossenschaft Berner Oberland und die Saatzuchtgenossenschaft beider Basel, AfA306 - ihre operativen Tätigkeiten an die neugegründete Saatgut-Vermehrungsorganisation Semag AG, AfA2208 ab. 2002 gingen die BSG, die SOE, die Saatzuchtgenossenschaft beider Basel und die Saatzuchtgenossenschaft Solothurn in der SEMAG AG auf.

Autoren: Olivier Felber und Peter Moser

Namen der Organisation, noms de l'organisation

1916-1996: Bernische Saatzuchtgenossenschaft (BSG)

1996-2002: Bernische Saatgutgenossenschaft (BSG)

Archivbestand, fonds d'archives

Die Archivalien wurden vom Archiv für Agrargeschichte (AfA) erschlossen. Aufbewahrt und Forschenden zugänglich gemacht werden sie vom Schweizerischen Bundesarchiv. https://histoirerurale.ch/redirect/getURL.php?id=483

Website der Organisation, site internet de l'organisation

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Index der Funktionen, Index des fonctions

Präsidenten (1916-2002)

Geschäftsführer (1916-2002)

Bernische Saatzuchtgenossenschaft (BSG), AfA303

Olivier Felber, Bernische Saatzuchtgenossenschaft (BSG), AfA303 .