GeflügelzüchterInnen

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden Hühner primär zur Selbstversorgung gehalten. Auf die Produktion von Eiern spezialisierte Geflügelbetriebe entstanden erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Weil viele der nun spezialisierten Geflügelhalter ihr Handwerk in Nordamerika erworben hatten, nannten sie ihre oft noch mit einem kleinen Landwirtschaftsbetrieb verbundenen Betriebe Farmen. Und ihre in der Zwischenkriegszeit etablierte Organisation hiess lange Verband Schweizerischer Geflügelfarmer. Die auf den Geflügelfarmen forcierte Professionalisierung der Zucht ermöglichte Bäuerinnen, leistungsfähigere Jungtiere zu erwerben und so die bäuerliche Hühnerhaltung parallel zur Entstehung gewerblicher Betriebe auszubauen. Frauen, die sich an der Geflügelzuchtschule in Zollikofen (heute: Aviforum) ausbildeten, spielten auch in spezialisierten Geflügelzuchtbetrieben eine wichtige Rolle. Die Eier der bäuerlichen Betriebe wurden primär durch die Eierverwertungsgenossenschaften SEG vermarktet, in denen Volksschullehrer lange eine wichtigere Rolle spielten als Agronomen.

Beispiele:

Index erstellt am 25.06.2020

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