Schweizerischer Schafzuchtverband (SSZV), AfA69

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Schweizerischer Schafzuchtverband (SSZV), AfA69

Organisationsgeschichte, histoire de l'organisation

Der Schweizerische Schafzuchtverband (SSZV) wurde 1917 als Verband Schweizerischer Schafzuchtgenossenschaften und Einzelzüchter gegründet, um den Zusammenschluss der Schafhalter in lokalen Zuchtgenossenschaften zu fördern. In einem ersten Schritt legte der Verband Standards für Oxford-, Grabser-, Wildhauser- und Juraschafe fest. Verstärkt wurden diese Bestrebungen 1922 durch die Etablierung des Schweizerischen Kleinviehzucht-Inspektorates Schweizerische Zentralstelle für Kleinviehzucht, AfA70. Konkretisiert wurden die Zuchtbestrebungen ab Ende der 1920er Jahre v.a. an der landwirtschaftlichen Fachschule Plantahof in Landquart, der mit Andrea, Joos (-1939)--DB1793 nicht nur ein engagierter Schafzüchter, sondern auch der Präsident des SSZV vorstand. Stand bei der Schafhaltung lange die Wollproduktion im Zentrum der wirtschaftlichen Überlegungen, so wurde in der Zwischenkriegszeit auch die Fleischproduktion wichtig, weshalb die ab 1929 von der Zentralstelle für Schlachtviehverwertung resp. dem Schweizerischer Viehproduzentenverband (SPV), AfA124 durchgeführten Schafmärkte für die Schafhalter von Bedeutung wurden. Wegen den ausbleibenden Importen wurde während des Zweiten Weltkrieges jedoch erneut die Wollproduktion wichtiger. Mit der 1941 vom Bund errichteten, der Schweizerische Zentralstelle für Kleinviehzucht, AfA70 angegliederten Schweizerische Inlandwollzentrale, AfA478 erhielt der SSZV als Vertreter der Wollproduzenten erstmals grosse Bedeutung. Der Bund übertrug ihm den Einzug der nicht für den Eigengebrauch benötigten Schafwolle in der ganzen Schweiz. Als diese Ordnung nach dem Krieg im Grundsatz weitergeführt wurde, traten 1946 auch die Fédération romande d'élevage de menu bétail (FREMB), AfA495 und 1949 der Tessiner Schaftzuchtverband dem SSZV als Kollektivmitglieder bei. Als Publikationsorgan diente ihm ab 1943 die Schweizerische Zeitschrift für Kleinviehzucht, das Organ des Schweizerischer Ziegenzuchtverband (SZZV), AfA241. Mitte der 1960er Jahre wurde der SSZV reorganisiert und in Schweizerischer Schafzuchtverband umgetauft. In Personalunion mit der 1970 in Niederönz neu gebauten Inlandwollzentrale, die der SSZV nun im Auftrag des Bundes führte, konnte der Verband eine eigene Geschäftsstelle eröffnen. Mit dem neuen Landwirtschaftsgesetz von 1998 wurde die Schweizerische Zentralstelle für Kleinviehzucht, AfA70 aufgelöst und die Herdebuchführung an die jeweiligen Kleinviehzuchtverbände im Schweine-, Ziegen und Schafbereich übertragen. Zur Durchführung dieser Tätigkeit gründete der SSZV zusammen mit dem Schweizerischen Ziegenzuchtverband die Caprovis Data AG, die 2013 wieder aufgelöst wurde. Danach übernahm der SSZV die Herdebuchführung bei den Schafen selbst. Mit dem Auftauchen der ersten Wölfe in der Mitte der 1990er Jahre rückte ein neues Themen in den Fokus des SSZV, was sich auch daran zeigt, dass 2007 die Fachkommission Grossraubtiere geschaffen wurde.

Autor: Peter Moser

Archivbestand, fonds d'archives

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Website der Organisation, site internet de l'organisation

Weiterleitung, redirection: https://histoirerurale.ch/redirect/getURL.php?id=220

Index der Funktionen, Index des fonctions

Präsidenten (1917-)

Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen (1917-)


Zitiervorschlag - Proposition de citation - Suggested citation

Deutsch: Peter Moser, Schweizerischer Schafzuchtverband (SSZV), AfA69, AfA-Portal Personen und Institutionen, Version vom März 2022, konsultiert am .

Français: Peter Moser, Schweizerischer Schafzuchtverband (SSZV), AfA69, Portail AHR Personnes et institutions, version de mars 2022, consulté le .

English: Peter Moser, Schweizerischer Schafzuchtverband (SSZV), AfA69, Portal ARH People and institutions, March 2022 version, consulted on .

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