Stähli, Hans (1889-1963)--DB3397

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Stähli, Hans (1889-1963)--DB3397

Picture

Person

Lebensdaten

31.03.1889-03.09.1963

Mädchenname, Herkunftsort bzw. Heimatort

Schüpfen

Zivilstand, Konfession, Nachkommen

Verheiratet mit Irma Johanna Stähli-Mundinger; reformiert

Soziale Herkunft, verwandtschaftliche Beziehungen

Bauernsohn

Ausbildung, berufliche Tätigkeit und Funktionen in der Öffentlichkeit

Ausbildung

Ing. Agr. ETHZ, Studium 1908-1911; Landwirtschaftliche Schule Rütti 1907/08; Landwirtschaftliche Schule Cernier 1904-1906

Berufsausübung

Regierungsrat Bern 1931-1949 (Landwirtschaftsdirektion, Nachfolger von Moser, Carl (1867-1959)--DB2434 und Vorgänger von Buri, Dewet (1901-1995)--DB597); Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB): Sekretär; Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (EVD): Mitarbeiter Abteilung für Landwirtschaft 1915; Landwirtschaftliche Schule Schwand-Münsingen: Lehrer 1913; Schweizerischer Bauernverband (SBV): Mitarbeiter; Praktikum auf dem Gut Sonnenberg in Unterengstringen; Der Schweizer Bauer: Fachredaktor 1921 (als Nachfolger von Schneider, Karl (1876-1920)--DB3193 und Vorgänger von Pauli, Walter (1887-1959)--DB2641)

Funktionen in landwirtschaftlichen Institutionen

Zuckerfabrik Frauenfeld: Verwaltungsratspräsident 1959-1963 (als Vorgänger von Steiner, Walter (1898-1977)--DB3451); Zuckerfabrik und Raffinerie Aarberg: Verwaltungsratspräsident 1947-1963 (als Nachfolger von Moser, Carl (1867-1959)--DB2434 und Vorgänger von Buri, Dewet (1901-1995)--DB597), Verwaltungsratsmitglied 1945-; Ökonomische und gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern (OGG): Präsident Kommission für Unfall- und Haftpflichtversicherung 1942-1962, Präsident Kommission für Ausstellungswesen 1930-1934; Bernische Bauernhilfskasse: Präsident 1952-1953 (als Nachfolger von Moser, Carl (1867-1959)--DB2434) (Die Bernische Bauernhilfskasse wird ab 1953 in der Stiftung Bernische Bauernhilfe integriert und Weber, Rudolf (1887-1972)--DB3753 übernimmt die Leitung); Akademisch-Landwirtschaftlicher Verein: Mitglied

Funktionen in anderen Institutionen

BLS AG: Verwaltungsrats-Vizepräsident 1951-, Direktionspräsident 1950-, Direktionsmitglied 1928-; Berner Kantonalbank (BEKB): Bankratspräsident 1949-1958; Oberstleutnant, Infanterie-Leutnant im Aktivdienst 1914-1918

Funktionen in der Politik

Nationalrat (BGB) 1919-1951, Nationalratspräsident 1940

Biographische Skizze

Hans Stähli wurde am 31. März 1889 geboren. Er wuchs in Schwanden bei Schüpfen als Bauernsohn auf. Nach dem Besuch der landwirtschaftlichen Schulen Cernier (1904-1906) und Rütti-Zollikofen (1907-1908) studierte er 1908 bis 1911 gemeinsam mit Reichling, Rudolf (1890-1977)--DB2810, Messmer, Arnold (1889-1925)--DB2353, Tanner, Carl (1888-1962)--DB3546, Borel, André (1888-1968)--DB440 und Wille-Amsler, Fritz (1888-1948)--DB3817 an der landwirtschaftlichen Abteilung des Polytechnikums. Nach zweijähriger Lehrtätigkeit an der landwirtschaftlichen Schule Schwand-Münsingen nahm Stähli eine Stelle bei der Abteilung für Landwirtschaft an. 1918 wählte ihn die Berner Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) zu ihrem ersten Sekretär. 1931 erfolgte seine Wahl in den Regierungsrat des Kantons Bern, in dem er von Carl Moser die Landwirtschaftsdirektion übernahm. 1949 trat Stähli aus dem Regierungsrat zurück. Er starb am 3. September 1963.

Seit seiner Zeit als Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule Schwand-Münsingen engagierte sich Hans Stähli für die Verbesserung des landwirtschaftlichen Ausbildungswesens. In seine Zeit als Landwirtschaftsdirektor des Kantons Bern fallen die ersten landwirtschaftlichen Berufsprüfungen 1943 und die ersten landwirtschaftlichen Meisterprüfungen 1945. Ausserdem setzte sich Stähli als Regierungsrat dafür ein, dass der landwirtschaftliche Unterricht an Fortbildungsschulen durch Ingenieur-Agronomen erteilt wurde, die an der Eidgenössischen Technischen Hochschule studiert hatten.

Stähli vertrat das 'Hofprinzip' als didaktische Leitlinie des landwirtschaftlichen Unterrichts. Dieser sollte ausgehend vom Bauernhof und dem praktischen Erleben der Schüler gestaltet werden. Stähli erhoffte sich davon, dass die Schüler theoretisches Wissen in Verbindung mit ihrer praktischen Tätigkeit erlernen und später anwenden würden. Im landwirtschaftlichen Bildungswesen sah Stähli ein Mittel, um in den Bauern die 'Kräfte zur Selbsthilfe' zu wecken. Besser ausgebildete Bauern würden nach dieser Vorstellung effizienter produzieren. Um den Berufsstolz und die Verbundenheit der Bauern mit ihren Höfen zu fördern, regte Stähli als Regierungsrat die Schaffung einer Reihe von Hofchroniken an.

Autor: Daniel Flückiger

Quellen und Literatur

Eigene Publikationen

  • 1940: Reform des landwirtschaftlichen Unterrichtes. Bern
  • 1941: Das Limpachtal und seine Bodenverbesserung. Fraubrunnen, Buchdruck F. Glauser
  • 1944: Der Ackerbau im Kanton Bern. Bern, Buchverlag Verbandsdruckerei AG
  • 1948: Das neue Bodenrecht. Bern, Landwirtschaftlicher Informationsdienst

Quellen

  • AfA Personendossier Nr. 141
  • Tätigkeitsbericht OGG 1968, pp. 14f
  • Wir jungen Bauern 25.10.1949
  • Mitteilungen des Akademisch-Landwirtschaftlicher Vereins WS 1963/64

Schlagworte

Suisse - SchweizKanton BernBernische Stiftung für AgrarkrediteSchweizer BauerZuckerfabrik und Raffinerie Aarberg AGZuckerfabrik Frauenfeld AGAkademisch-Landwirtschaftlicher Verein an der ETH Zürich


Zitiervorschlag - Proposition de citation - Suggested citation

Deutsch: Daniel Flückiger, Stähli, Hans (1889-1963)--DB3397, AfA-Portal Personen und Institutionen, Version vom März 2022, konsultiert am .

Français: Daniel Flückiger, Stähli, Hans (1889-1963)--DB3397, Portail AHR Personnes et institutions, version de mars 2022, consulté le .

English: Daniel Flückiger, Stähli, Hans (1889-1963)--DB3397, Portal ARH People and institutions, March 2022 version, consulted on .

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